/ Oktober 12, 2018

 

Bei strahlendem Sonnenschein haben 32 Firmbewerber am Donnerstagvormittag das Heilige Sakrament der Firmung von Weihbischof Reinhard Pappenberger empfangen.

Bürgermeister Josef Hopfensperger freute sich, Weihbischof Reinhard Pappenberger wieder in Pilsting zu begrüßen. „Ich freue mich, dass ihr den Firmlingen Paten seid“, sagte er zu den Firmpaten. „Aber natürlich nicht nur heute, sondern das ganze Leben lang, dass ihr euren Firmlingen zur Seite steht und sie ein Leben lang mit begleitet.“

Der Einzug der Ministranten und Geistlichen sowie der Firmbewerber und ihrer Paten in die Kirche erfolgte über den Landauer Weg. In der Pfarrkirche Pilsting begrüßte Pfarrer Jürgen Josef Eckl Weihbischof Reinhard Pappenberger als Zelebrant sowie Pater Anish Jacob und Pfarrer Johann Irberseder i.R als Konzelebranten und von weltlicher Seite Bürgermeister Josef Hopfensperger und seinen Stellvertreter Martin Hiergeist sowie Rektorin Karolina Schober und Konrektor Alfred Jahrstorfer von der Hans-Carossa Grund- und Mittelschule, ferner Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates. Die musikalische Umrahmung des festlichen Gottesdienstes gestaltete Kirchenmusikerin Anna Roider mit dem Großköllnbacher Chor. „Heute ist der Tag, der große Tag, auf den wir uns fast ein dreiviertel Jahr gemeinsam vorbereitet haben“, sagte Pfarrer Eckl zu den Firmbewerbern.

Weihbischof Reinhard Pappenberger erzählte den Jugendlichen von Franz von Assisi, dessen Gedenktag am Firmtag, dem 4. Oktober, gefeiert wird. Damit verbunden bleibt der Firmtag für die Jugendlichen, mit dem Menschen, der ein bedingungslos Jesus Weg folgte und ein Zeugnis des Glaubens abgegeben hat. „Obwohl er schon so lange von uns entfernt ist, 800 Jahre, ist sein Lebenszeugnis immer noch stark“, sagte Weihbischof Pappenberger. „In seinem Leben war es laut“, erzählte er: von der Jugend von Franz von Assisi, der aus vermögendem Hause stammte und den man, wie er sagte, heute wohl einen „Partykönig“ nennen würde. Doch es wurde still um ihn, nachdem er in den Krieg gegen Perugia ziehen musste – und von dem, was er gesehen und erlebt hatte, tief erschüttert zurück kehrte. „Er verkraftet es nicht, er kann es nicht verarbeiten“, erklärte Weihbischof Pappenberger. Er zog sich zurück in eine Kapelle, in San Damiano, dort betete er vor einem besonderen Kreuz – der Gekreuzigte ist dort zu sehen mit wachen Augen, als Auferstandener. Er soll zu Franz von Assisi gesprochen haben. Mit der Firmung soll die Liebe Gottes, die Feuerkraft, das Lebendige in das Leben der Firmlinge kommen, sagte er, wie es auch Franz von Assisi empfunden hatte. „Von Franz von Assisi wissen wir, dass er zum Menschenfreund geworden ist, indem er aufgehört hat über der Wirklichkeit zu stehen.“

(Bericht: Melis / Fotos: Melis, Schwarzmüller)