In diesen Stunden haben Tod und Trauer Ihr Leben eingeholt und Sie müssen Abschied nehmen von einem lieben Menschen. Oder vielleicht kommt dieser Abschied in nächster Zeit auf Sie zu und Ihnen ist es ein berechtigtes Bedürfnis, sich auf diese schwere Zeit vorzubereiten.

Den Tod können wir nicht verdrängen und nicht verschweigen. Aber wir geben unsere Lieben im Sterben nicht einfach her, sondern wir geben sie zurück in die Hand Gottes. In dieser Hoffnung können wir Christen einander beistehen, wenn jemand die schmerzliche Erfahrung des Sterbens und des Todes eines nahe stehenden Menschen durchleiden muss.

Uns, als katholische Pfarrgemeinde, ist es ein Herzensanliegen für unsere Toten zu sorgen, für sie zu beten, sie in würdevoller Weise zu begraben und die Trauernden zu trösten, ihnen beizustehen und zu begleiten.

Diese Informationen sollen Ihnen helfen offene Fragen zu beantworten. Sie möchten eine Hilfestellung sein in einer Situation, die die üblichen Abläufe des Lebens so sehr durcheinanderbringt.

Darüberhinaus ist es uns auch ein Anliegen, Sie über verschiedene liturgische Formen des Abschiednehmens und des christlichen Gedenkens zu informieren. Auch aus diesen Riten, die einen großen Schatz des katholischen Glaubens darstellen und die sich über Jahrhunderte tröstlich bewährt haben, dürfen wir Kraft und neue Hoffung schöpfen.

 

Was ist zu tun, wenn ein Angehöriger schwer krank ist oder im Sterben liegt?

Scheuen Sie sich nicht einen Priester zu rufen. Gerne wird einer unserer Seelsorger zu Ihnen kommen, um das Sakrament der Krankensalbung mit Ihrem Angehörigen und Ihnen zu feiern, die Beichte zu hören oder die hl. Kommunion zu bringen. Im Sakrament der Krankensalbung will der Herr den kranken Gläubigen – auch den Sterbenden – in besonderer Weise aufrichtend, stärkend und verzeihend nahe sein.

 

Was ist zu tun, wenn ein Angehöriger gestorben ist?

Wenn jemand zuhause gestorben ist, muss dies dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden. Der Arzt wird den Tod bestätigen. Er stellt die Todesbescheinigung aus, die Sie dann auf dem Standesamt der Gemeinde bei der Meldung des Todesfalles brauchen. Stirbt der Angehörige im Krankenhaus oder in einem Heim, dann erhalten Sie die nötigen Unterlagen von der jeweiligen Verwaltung.

Nach dem Tod eines Angehörigen nehmen Sie bitte Kontakt mit einem Priester auf. Auch nach dem Heimgang Ihres Angehörigen kommt gerne der an Ihrem Wohnort zuständige Priester bei Ihnen oder im Krankenhaus/Seniorenheim (Krankenhausseelsorger) vorbei und betet gemeinsam mit Ihnen am Sterbebett.

Ein Abschiednehmen in Ruhe und Würde ist auch für die Trauernden wichtig! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die von kirchlicher Seite gerne begleitet werden und die Ihnen Ihr gewählter Bestatter ermöglichen sollte, wenn Sie dies wünschen:

  • Verbleiben des Leichnams zuhause bis sich alle Familienmitglieder verabschieden konnten (Totenwache).
  • Wenn Ihr Angehöriger nicht zuhause verstorben ist: Heimholen des Leichnams zum Abschied.
  • Mithilfe beim Waschen und Anziehen des Verstorbenen als letzter Liebesdienst.
  • Aussegnung zuhause im Kreise der Familie oder auch Nachbarn und Freunde.
  • Bei einer Kremation: Verabschiedung des Leichnams im angemessenen Rahmen. Gerade bei einer Feuerbestattung ist das bewusste Abschiednehmen vom Verstorbenen vor der Kremation wichtig.

 

Bestatter

Nehmen Sie Kontakt mit einem Bestatter auf. Er wird Sie hinsichtlich aller Modalitäten der Bestattung beraten. z.B.:

Bestattungen Rempfer
Siemensstraße 4
94405 Landau an der Isar
Tel.: 09951/59 99 56
Mobil.: 0176 – 422 08 284
https://www.bestattung-rempfer.de/

 

Katholisches Pfarramt / Seelsorger

Alle Belange, die mit dem Gottesdienst und der Beerdigungsliturgie zu tun haben, klären Sie bitte mit einem Priester ab. Wenden Sie sich dazu an das

Katholische Pfarramt Pilsting
Landauer Weg 9a
94431 Pilsting
Tel. (09953) 93020

Hier können Sie (auch kurzfristig) einen Termin mit einem Priester vereinbaren. Im Rahmen eines Trauergespräches werden auch die Termine und Formen der Liturgie gemeinsam festgelegt. Gerne nennen wir in der Predigt der Beerdigungsmessfeier auch wesentliche Stationen im Leben des Verstorbenen; auch um dies zu skizzieren, bietet sich das Trauergespräch an.

 

Liturgie

Das gemeinsame Gebet für die Verstorbenen ist ein wesentlicher Auftrag von uns Christen. Im Vorfeld besteht deshalb die Möglichkeit den Rosenkranz für Ihren verstorbenen Angehörigen zu beten.

Die Aussegnung (Verabschiedung) kann am Sterbeort oder nach der Überführung des Leichnams in die Aussegnungshalle des Friedhofs erfolgen. Bei Feuerbestattungen kann die Verabschiedung nur vor der Kremation erfolgen.

Grund unseres Auferstehungsglaubens ist das Sterben, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Dies feiern wir in der Eucharistie. Deshalb ist es schlüssig und sinnvoll für die Verstorbenen die Hl. Messe zu feiern. Die Messfeier kann vor oder nach dem Begräbnis erfolgen. Im ersteren Falle kann u.U. auch der Sarg mit dem Leichnam zur Messfeier in der Kirche aufgebahrt werden. Gerne können Sie auch – in Absprache mit dem Zelebranten -Blumenschmuck (Gesteck, Kranz etc.), ein Bild oder eine Kerze in der Nähe des Altares aufstellen (lassen).

Wird keine Messfeier gewünscht, besteht die Möglichkeit zu einem Wortgottesdienst in der Kirche bzw. der Aussegnungshalle.

Die Bestattung erfolgt vor oder nach der Messfeier (auch ein zeitlicher Abstand ist u.U. möglich) auf dem Friedhof im jeweils vorgesehenen Ritus, der sich in der Regel auf zwei Stationen erstreckt: Verabschiedung in der Aussegungshalle und Prozession zum Grab mit Beerdigung.

Die Beerdigung soll nach Möglichkeit nicht „im Geheimen“, d.h. unter Ausschluss der Pfarrgemeinde stattfinden. Der/die Verstorbene hat als Teil der christlichen Gemeinde gelebt; so ist er/sie auch gestorben. Es ist für Gemeinde und Angehörige ein tröstliches Zeichen, wenn im großen Kreise Abschied genommen wird.

 

Kirchenmusik

Die Messfeiern werden – wenn Sie dies wünschen – kirchenmusikalisch mitgestaltet. Die Liedwünsche bitten wir rechtzeitig mit dem Zelebranten und der Kirchenmusikerin abzustimmen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in der katholischen Liturgie auch nur liturgische Texte und Lieder verwendet werden können, d.h. die die christliche Auferstehungsbotschaft ausdrücken bzw. grundlegenden Aussagen unseres Glaubens nicht widersprechen.

 

Begleitung und Gedenken

Trauernde zu trösten, Hinterbliebene zu unterstützen und sie in den Zeiten der Trauer zu begleiten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Bitte zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Es besteht jederzeit die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch, einem Besuch oder der Vermittlung konkreter Angebote (z.B. Trauerseminare, -gesprächskreise etc.).

Herzlich sind Sie auch zu den gottesdienstlichen Gedenken eingeladen: Am letzten Donnerstag im Monat feiern wir die Hl. Messe für die Verstorbenen des jeweils zu Ende gehenden Monats (vgl. Pfarrbrief). Bei jedem Gottesdienst beten wir in den Fürbitten für die Verstorbenen und gedenken ihrer im Rahmen der erbetenen Messintentionen (können im Pfarrbüro „bestellt“ werden). An Allerheiligen stehen die Verstorbenen des zu Ende gehenden Jahres im Mittelpunkt der Feier auf dem Friedhof.

Das Informationsblatt „Christlich Abschied nehmen“ (Herausgegeben vom Katholischen Pfarramt Pilsting, Pfarrer Jürgen Josef Eckl) finden Sie hier zum Download.

       PDF-Download: Christlich Abschiednehmen