/ Mai 2, 2019

 

Zum 47. Mal haben sich Pilger der Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach mit den Benefizien Ganacker und Parnkofen zur Wallfahrt nach Altötting aufgemacht. Den Wallfahrer-Gottesdienst in der St. Anna Basilika feierten die Fuß- und Buswallfahrer zusammen mit vielen Pilstingern, die extra angereist waren – insgesamt rund 550 Gläubige säumten die Bänke der Basilika. Die Organisation sowohl im Vorfeld als auch während der Wallfahrt lag in den bewährten Händen von Albert Pöschl.

Am Samstag in aller Frühe wurde den Pilgern in der Benefiziumskirche St. Peter Bubach von Pfarrvikar Pater Anish Jacob der Reisesegen erteilt. Über 50 Fußwallfahrer machten sich damit auf dem Weg in Richtung Altötting. Begleitet wurden sie von den Fahrzeugen der Gemeinde, des Obsthofs Haller, von Photovoltaik-Technik Lichtinger und der Familie Aigner mit Anhänger mit Norbert Weinmann und Helmut Aigner als Begleitfahrer sowie Thomas Bachmeier als Sanitäter und Fahrer zugleich. Voran zog das Kreuz, getragen von den Pilgern, gebetet wurde gemeinsam mit den Vorbetern Gerhard Sturany im Wechsel mit Bernhard Haller, begleitet von den Singstimmen von Andrea Laubmeier und Martina Moser. Auf die Absicherung vor dem Verkehr achteten Anton Wenninger, Albert Pöschl und Konrad Eiblmeier.

Die Getränke während der Wallfahrt wurden vom Getränkemarkt Stöckl gesponsert. Am Samstagvormittag setzte leichter Nieselregen ein, der aber schnell nachließ. Am Samstagnachmittag, als dann doch ein ordentlicher Schauer herab kam, war die Pilgergruppe glücklicherweise gerade bei einer Pause im Trockenen. Ausfälle oder Pannen gab es keine. Der Weg führte über Reisbach nach Haberskirchen und über Rohrbach, Rattenbach bis Staudach. Das letzte Teilstück des ersten Tages führte über Unterdietfuhrt bis nach Geratskirchen, zum Nachtquartier. In Geratskirchen verabschiedeten die Fußwallfahrer ihre Herbergswirtsleute Maria und Fredi Wimmer am Samstagabend. 26 Jahre führte Albert Pöschl die Pilger jedes Jahr in die Herberge und die Fußwallfahrer fühlten immer wohl bei Maria und Fredi Wimmer, wie Pöschl betonte. Er überreichte einen kleinen Blumenstrauß und, als Erinnerung an die Pilstinger Pilstinger, ein Fotobuch, in dem seit Beginn der Fußwallfahrer Fotos gesammelt sind – darin dokumentiert auch die baulichen Veränderungen am Gasthof. Gemeinsam ließ man den Abend gemütlich ausklingen, bevor in der Dämmerung des nächsten Tages für die Fußwallfahrer weiter ging.

Am Sonntag, pünktlich um 5 Uhr, gingen die Fußwallfahrer zusammen mit rund 90 weiteren Wallfahrern, die mit Bussen nach Geratskirchen gefahren waren, zur Innbrücke, wo erneut weitere Wallfahrer warteten, um mit der großen Gruppe einzuziehen. Insgesamt waren sechs Busse im Einsatz, die von Waibling und Großköllnbach nach Pilsting und weiter nach Altötting gefahren waren. Der große Wallfahrerzug auf den Kapellenplatz in Altötting wurde angeführt vom Kreuz und den rund 50 Ministranten sowie den über 30 Erstkommunionkindern und über 30 Firmbewerbern mit Pfarrvikar Pater Anish Jacob, begleitet von Glockengeläut. Nachdem die Gnadenkapelle umrundet war, folgte der Einzug in die St. Anna Basilika zum Gottesdienst, zelebriert von Pater Anish Jacob, musikalisch begleitet vom Gemischten Chor Pilsting unter der Leitung von Willi Gabler.

„Jeder hat seinen eigenen Weg hier hergefunden“, sagte Pfarrvikar Pater Anish Jacob vor den zahlreichen Gläubigen in der St. Anna Basilika. Ob von Bubach zu Fuß, oder mit dem Bus oder Auto, der gemeinsame Ursprung der Wallfahrt sei aus dem Glauben heraus. „Wir pilgern zur Mutter der Gnade nach Altötting, weil wir angetrieben sind von der Hoffnung, dass sie uns zu ihrem zu ihrem Sohn führt, mit all unseren Sorgen und Nöten, all unserer Dankbarkeit und Freude.“

Pfarrer Jürgen Josef Eckl war gesundheitlich unpässlich und bedauerte nicht an der 47. Wallfahrt teilnehmen zu können. Christian Kiermeier, Pfarrgemeinderat, verlas einige Worte an die Pilger. Pfarrer Eckl sei es ein großes Anliegen allen recht herzlich zu danken, die sich an diesem „großartigen Zeugnis des Glaubens“ beteiligt hatten, darunter auch viele junge Menschen: die Ministranten, Erstkommunionkinder und Firmbewerber mit ihren Familien. Ein großer Dank galt dem Hauptorganisator Albert Pöschl, der mit viel Herzblut und Freude jedes Jahr hunderten Menschen die Teilnahme ermöglicht. Unterstützung erfährt er von seiner Frau Magdalena, Pfarrsekretärin Sigrid Weinzierl und vielen Helfern rund um die Fuß- und Buswallfahrt. „Danke für Ihr Glaubenszeugnis“, las Kiermeier im Namen von Pfarrer Eckl, „Danke, dass Sie zeigen wie Kirche wirklich ist: treu, jung, überzeugt, froh, den Traditionen verbunden und doch immer gemeinsam auf dem Weg.“

(Bericht und Foto: S. Melis)