/ November 18, 2020

 

Am Samstag haben die Gedenkveranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages stattgefunden – im engsten Kreise. Bürgermeister Martin Hiergeist legte im Beisein seines Stellvertreters Hans Weichselgartner an den Kriegerdenkmälern in Pilsting, Ganacker, Parnkofen, Waibling und Großköllnbach im Namen der Marktgemeinde und im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt Kränze nieder.

Pfarrer Jürgen Josef Eckl gedachte mit den jeweiligen Vorständen der Krieger- und Soldatenkameradschaften, der Reservisten und Feuerwehren in einem Gebet der Verstorbenen.

Bürgermeister Martin Hiergeist betonte: „Durch die Corona-Pandemie waren wir gezwungen die Gedenkveranstaltungen im gesamten Gemeindereich unter strengen Vorgaben abzuhalten und nur einen kleinen Personenkreis einzubinden.“ Er hoffe auf das Verständnis der Bürger. Der Vorabendgottesdienst in Pilsting stand ebenfalls im Zeichen des Volkstrauertages. Pfarrer Jürgen Josef Eckl erinnerte dabei auch an den „Welttag der Armen“, eingeführt von Papst Franziskus. „Kriege und Armut bestimmen das Bild in vielen Regionen der Welt auch heute“, sagte er.

Am Vormittag traf sich Bürgermeister Martin Hiergeist, sein Stellvertreter Hans Weichselgartner und Pfarrer Jürgen Josef Eckl mit den Vorständen der Kameradschaften und Feuerwehr an den jeweiligen Kriegerdenkmälern in den Ortschaften, beginnend mit Pilsting und Max Scheuerer (KSK Pilsting) und Willi Lehermeier (Reservisten-Kameradschaft). Zusammen legten sie am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder und sprachen ein Gebiet zur Erinnerung an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt.

In Ganacker wurde im Beisein von Franz Huber (KSK Ganacker) und in Großköllnbach mit Josef Salzberger, Stellvertretetender Vorsitzender der Reservisten-Kameradschaft Großköllnbach, den Opfern gedacht.In Parnkofen gedachten die Bürgermeister und Pfarrer Eckl mit Josef Ertl (Vorsitzender FF Waibling-Parnkofen), und in Waibling mit Wolfgang Fierlbeck, stellvertretender Vorsitzender der FF Waibling-Parnkofen, und jeweils mit Max Scheuerer (KSK Pilsting) den Opfern.

Beim Vorabendgottesdienst in Pilsting begrüßte Pfarrer Jürgen Josef Eckl sowohl Bürgermeister Martin Hiergeist als auch Altbürgermeister Josef Hopfensperger und die Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaften. „Jedes Jahr versammeln wir uns, um am Volkstrauertag den Opfern von Kriegen und Gewalt zu gedenken“, sagte er. „75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges denken heute viele: Das ist Vergangenheit, lasst die Vergangenheit ruhen – doch die Vergangenheit lässt sich nicht vergessen, denn sie ist Geschichte geworden.“

Diese Geschichte mahne uns und kommende Generationen, nicht noch einmal der teuflischen Versuchung zu erliegen Gewalt an die Stelle von Vernunft und Verständigung zu setzen.

„Der Volkstrauertag erinnert an dunkelste Zeiten unserer Geschichte, an die beiden Weltkriege und an die Gewaltherrschaft“, sagte Bürgermeister Martin Hiergeist und fuhr fort: „Er erinnert an immense Verluste, an ein Leid und an ein Grauen, für das es im Grunde keine Worte gibt. Wenn wir die Namen der Soldaten am Denkmal lesen, denken wir an ihr persönliches Schicksal.

Der Volkstrauertag sei deshalb ein Tag des stillen Gedenkens, ein Tag der Trauer und der Nachdenklichkeit, ein Tag, der frage, was die Vermissten und Toten von damals zu sagen haben und was die Menschen heute gegen Krieg und Gewalt tun können. Er betonte, dass man Frieden schaffen müsse, indem man miteinander im Gespräch bleibe, einander zuhöre, Freude und Kummer teile, sich gegenseitig helfe und die Hände reiche.

Bilder und Text: S. Melis