/ Dezember 31, 2018

 

Am Sonntag hatte der Gemischte Chor Pilsting zum Jahreskonzert in die Pfarrkirche Pilsting geladen, dieses Jahr mit weiterer musikalischer Begleitung durch die Musikkapelle Großköllnbach. Die Einladung zu dem musikalischen Abend mit gemischtem, teils kontrastreichem Programm nahmen die Gäste gerne in Anspruch – so war die Pfarrkirche voll besetzt. „Kirchenmusik ist eine Form der Verkündigung“, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl, „und noch dazu eine sehr schöne.“ Von Predigten sage man, dass sie Leitern in den Himmel darstellen. Entsprechend sei die Musik „der Aufzug“: „Was durch die Musik verkündet wird, geht direkt in die Herzen“, sagte er.

Der Gemischte Chor Pilsting unter der Leitung von Willi Gabler lebt die Freude der Musik vor dem Altar, macht sie spürbar und rief dem Publikum aus Überzeugung „Adeste Fideles“ zu: Nun freut euch, ihr Christen! Die Sängerinnen und Sänger charakterisierten sich mit dem Konzert als Chor, dem sowohl hingebungsvolle als auch ausgeglichene Lieder liegen und die auch im Bereich Gospel Music die Zuhörer überzeugen können. Der Abend kehrte die Stärke der Sängerinnen und Sänger hervor, eine klare, klangliche Atmosphäre zu schaffen – besonders wichtig bei Werken wie „Pace e bene“ oder die Antiphon „Ubi caritas“. Auch der Gemischte Chor variierte in seiner Besetzung. So gab es ein Intermezzo des Männerensembles mit „Jatz luus“. Doris Wühr sang bestens besetzt als Solistin vom „Wunder von Bethlehem“ und Willi Gabler selbst spielte „Dream“ am ePiano.

Das Holz- und Blechbläser-Ensemble der Musikkapelle Großköllnbach unter der Leitung von Wolfgang Del Toso hatte das Programm bedacht und besinnlich gestaltet. Mit der „Ankunft der Königin von Saba“ von Georg Friedrich Händel, dem „Hirtenlied“ oder „Stille Nacht“ als Inbegriff der Weihnachtszeit stellten die Bläser ihr Profil heraus, ob als komplettes Ensemble oder als einzelne Gruppen – wohl temperierte Klänge. Den Liedern und dem Anlass entsprechend füllte der Klang ihrer Instrumente die Kirche.

Zum Abschluss des Konzertes waren die Zuhörer geladen, selbst „Von guten Mächten treu und still umgeben“ in den Worten des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer zusammen mit dem Gemischten Chor und der Musikkapelle Großköllnbach zu singen: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“, heißt es in der letzten Strophe und mit diesem Gedanken und der verbundenen Hoffnung wurden die Gäste in das neue Jahr gelassen: „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

(Text und Fotos: Melis)