/ November 19, 2018

 

Am Freitagabend haben die Kindergartenkinder des „Haus für Kinder – Santa Maria“ zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern, Omas und Opas das Elisabethfest gefeiert. Im Mittelpunkt stand die Heilige Elisabeth, Tochter von König Andreas II. von Ungarn und der Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran. Sie war ein herausragendes Beispiel der Nächstenliebe und für ihre Milde und Hilfsbereitschaft bekannt.

Wie ein Schwarm bunter Glühwürmchen zog sich der Umzug der singenden Kinder vom Kindergarten weg die Klostergasse entlang und die Färberstraße hinauf und wieder zurück. Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr Pilsting, die die Straße während des bunten Lichterzuges abgesperrt hatte. Am Vorplatz des Kindergartens war bereits alles für das kleine Schauspiel aufgebaut: die Kindergartenkinder erzählten und sangen die Geschichte der Heiligen Elisabeth. Sie heiratete Ludwig, den Thronfolger des Landgrafen von Thüringen, war aber nicht wie die anderen Adeligen: Luxus und Verschwendung, Stolz und Reichtum interessierten sie nicht. Im Gegenteil, sie trug keinen Schmuck und einfache Kleider, half den Armen und pflegte Aussätzige und Kranke. Einen besonderen Platz im Schauspiel nahm das Rosenwunder ein. Elisabeth ging mit einem Korb, den sie mit einem Tuch überdeckte, die Burg hinunter. Ludwig sah sie und wollte wissen, was in dem Korb war – etwa Lebensmittel aus dem fürstlichen Vorrat? Rosen seien darin, antwortete Elisabeth. Ludwig wollte es nicht glauben und sah in den Korb – tatsächlich waren Rosen darin. 1227 beteiligte sich Ludwig an einem Kreuzzug und starb. Und Elisabeth wollte nicht weiter Fürstin sein, sondern sich um die Kranken und Armen kümmern. Elisabeth ist die Patronin der Witwen und Waisen, Bettler, Kranken, unschuldig Verfolgten und Notleidenden. Sie wurde durch Papst Gregor IX. am Pfingstsonntag 1235 in Perugia Heilig gesprochen. Im Anschluss an das Singspiel segnete Pfarrer Jürgen Josef Eckl den Korb mit den leckeren Elisabeth-Herzen. Sein Dank galt dem Kindergarten unter der Leitung von Karin Kerscher sowie dem Elternbeirat, der sich um die anschließende Verpflegung der Gäste kümmerte.

(Text und Foto: Melis)