Kreative „Kindermetten“ für die Kleinen

 

In den Pfarreien Pilsting und Großköllnbach sowie im Benefizium Ganacker haben Kinderandachten stattgefunden – alle in verschiedenem Umfang, alle ganz einzigartig. Während in Pilsting eine „virtuelle Krippenandacht“ gefeiert wurde, fand in Großköllnbach das Hirtenspiel unter freiem Himmel statt und in Ganacker, ebenfalls unter freiem Himmel, hatten viele fleißige Helfer daran gearbeitet, eine Kinderandacht auf die Beine zu stellen. Die Technik macht’s möglich „Lange haben wir alle auf diesen Tag gewartet, aber jetzt ist es endlich soweit: Es ist Heiligabend“, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl in der Pfarrkirche Pilsting am Nachmittag.

Musikalisch umrahmt wurde die virtuelle Kinderandacht in Pilsting von Kirchenmusikerin Motoko Matsuno. „Normalerweise spielen heute Kinder die Weihnachtsgeschichte nach“, sagte Pfarrer Eckl, „heuer geht das leider nicht.“ Deshalb hatte er sich etwas anderes einfallen lassen: „Wir erzählen euch natürlich trotzdem die Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium, aber heuer mit Bildern – ein Bibelkino.“ Die entsprechende Technik bediente Mesner Andreas Hüttner, der dafür sorgte, dass die passenden Bilder auf der großen Leinwand vor dem Altar auftauchten, während Pfarrer Jürgen Josef Eckl den Kindern und Erwachsenen die Weihnachtsgeschichte erzählte.

Ein kleines Stück Normalität Im Rahmen der Kinderandacht fand am Heiligen Abend in Großköllnbach vor der Kulisse der Kirche Sankt Georg im Freien ein Hirtenspiel statt. Mit großzügigem Abstand nahmen drei Hirten und ein Engel ihre Positionen für ihre Darbietung ein. Josef Salzberger begrüßte die Eltern und Akteure und gab ausführliche Sicherheitshinweise. Schon am Eingang hatten sich Bernhard Haller, Rudi Mittendorfer und Bernhard Zettl um die Hygienebestimmungen gekümmert und die Sitzplätze mit den nötigen Abständen platziert. Josef Salzberger und Christiana Haller führten mit Lesungen durch das Hirtenspiel, das von Thomas Salzberger an der Orgel und Musikern der Musikkapelle Großköllnbach umrahmt wurde.

Pfarrvikar Dr. Peter Chettaniyil gesellte sich zu den Zuhörern, spendete schließlich den Segen und hatte für das Spiel der Kinder Anerkennung und Lob parat. Er sprach von einem sehr guten Brauchtum. Für die Kinder gab es im Anschluss kleine Geschenke, für die Erwachsenen die Hausaltäre zum Mitnehmen. Auch das Friedenslicht von Bethlehem stand bereit zur Mitnahme. So verlieh das Hirtenspiel in diesen Tagen der Pandemie den Weihnachtstagen ein kleines Stück Normalität und Geborgenheit.

Viel Planungsarbeit notwendig Auch in Ganacker war es nicht einfach, an Heiligabend den Kindern und Erwachsenen ein Krippenspiel zu bieten. Obwohl es nur eine kleine Andacht werden sollte, steckte viel Planungsarbeit dahinter – für die Organisatoren war einiges an Aufwand und Vorarbeit nötig. Ganacker hielt zusammen, viele waren bereit sich einzubringen und zum Gelingen der Christkindl-Andacht beizutragen, ohne die es an Heiligabend keine kirchliche Feier in Ganacker gegeben hätte. Martin Bauer, Vorsitzender des Kultur- und Fördervereins Ganacker, war der Kopf der Planungen und erstellte das Hygienekonzept, Unterstützung erfuhr er dabei von Pfarrer Jürgen Josef Eckl. Auch Bürgermeister Martin Hiergeist beteiligte sich an der Organisation und stellte sowohl Veranstaltungsort als auch Bühne zur Verfügung. Die Kirchenverwaltung Ganacker mit Kirchenpfleger Thomas Strähuber fungierte als Veranstalter der Andacht, kümmerte sich um die Anmeldungen und den Aufbau der Sitzplätze.

Hand in Hand ging der Aufbau voran: Korbinian Rauch und Johannes Hiergeist kümmerten sich um die Licht- und Bühnentechnik, Pamela Hiergeist um die Dekoration mit Windlichtern, Max Hochwimmer von der Feuerwehr Ganacker hatte ein waches Auge auf die Veranstaltung. Marion Oswald leitete die musikalische Gestaltung, Evi Schweickl die liturgische Gestaltung der Andacht, Pfarrer Johann Irberseder hielt die Andacht. Die Andacht selbst wurde gestaltet von Korbinian Huber mit der Lesung sowie der Geschichte vom Weihnachtslicht mit Katharina Bauer (kleiner Hirte) und Florian Glück (großer Hirte). Weitere Mitwirkende waren Magdalena Ertl, Sebastian Glück, Julian Huber, Lukas Kinateder, Martin Lindinger und Leon Pfleger. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht von Amelie Hiergeist (Geige), Laura Strähuber (Gesang) und Marion Oswald (Gitarre, Querflöte, Gesang und Leitung).

 

Text und Bilder: S. Melis

 

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