„Mariengarten“ lädt zum Entdecken ein

„Die Pflege der Natur ist Teil eines Lebensstils, der die Fähigkeit zum Zusammenleben und zur Gemeinschaft einschließt“, schreibt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato Si“. Die Pflege der Natur, die Wertschätzung, ist jedoch etwas, was man lernen muss. Seit einer Woche steht den Kindern der katholischen Kita „Haus für Kinder – Santa Maria“ eine zusätzliche Gartenfläche von etwa 1 500 Quadratmetern zur Verfügung, der „Mariengarten“. Die Kirchenstiftung hat das an die Kita angrenzende Gartengrundstück gepachtet.

Pfarrer Jürgen Josef Eckl erklärte bei einem Vor-Ort-Termin mit Kita-Leiterin Mareike Bogner und Erzieherin Manuela Huber, dass noch einiges zu tun sei, bevor der Garten gut für die Kinder nutzbar sei. Aber im Großen und Ganzen wolle man alles so erhalten wie es sei. Große Obstbäume spenden Schatten, Platz zum Herumtollen gibt es für die Kleinen genug. Bunte Blüten laden die Kleinen ein, sie näher zu betrachten und zu „erleben“. Den Kindern soll eine Möglichkeit gegeben werden, Natur bewusst zu erfahren. Auch eine ausgebildete Naturpädagogin hat die Kita mit Erzieherin Manuela Huber. Unter ihrer Regie dürfen die Kinder Gemüse anbauen, Obst ernten und sich an den vielen Blumen und der Vielfalt des Gartens erfreuen. So wird der Garten demnächst um Insektenhotels und Nistkästen ergänzt. Wie ein Waldkindergarten – ohne die Nachteile Davon verspricht sich Pfarrer Eckl auch eine frühkindliche Sensibilisierung für den Erhalt, den verantwortungsvollen Umgang und den Schutz der Schöpfung. Ziel sei es, eine naturnahe Gruppe zu etablieren, eine Form der Kinderbetreuung, die die Vorteile eines Waldkindergartens nutzt, zugleich aber dessen Nachteile durch die unmittelbare Nähe zum Haupthaus kompensiert. Zudem sei der Garten, der den Namen „Mariengarten“ tragen wird, einer der ersten Bausteine in einer umfassenden Initiative, die Sensibilität für die Bewahrung der Schöpfung, den Schutz des Klimas sowie den Natur- und Tierschutz zu stärken. „Das ist noch nicht in allen Einzelheiten zu Ende gedacht, aber Kirche muss ein großes Interesse an diesem Thema haben, bei gleichzeitiger Wertschätzung derer, die in der Landwirtschaft mit der Natur arbeiten und davon leben.“ Die Klimaneutralität kirchlicher Liegenschaften wäre ein Ziel, das anvisiert würde. Oder, wie es Papst Franziskus ausdrückt: „Kleine Bemühungen helfen. Sie bewirken etwas Gutes, das stets dazu neigt, sich auszubreiten, manchmal unsichtbar.“

(Bericht und Bild: S. Melis)

 

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