Ministrantenaufnahme am Christkönigssonntag: 14 neue Diener des höchsten aller Herren

 

„Mit dem Christkönigssonntag treten wir ein in die letzte Woche des Kirchenjahres“, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl am Sonntag zu Beginn des Gottesdienstes. Für die Pfarreiengemeinschaft war der Sonntag ein besonderer Festtag: Jedes Jahr treten aus den Reihen der Kommunion-Kinder als Diener des höchsten aller Herren an den Altar, zur großen Freude von Pfarrer Jürgen Josef Eckl. „Ihr werdet an diesem Sonntag ganz offiziell in die Ministrantengemeinschaft aufgenommen und so tretet ihr heute sozusagen in den Dienst eines Königs, in den Dienst Jesu, des höchsten Herrn.“

Anna-Lena Kiermeier sprach als Gruppenleiterin für die Ministranten: „Wir Ministranten freuen uns, Euch in unserer Gemeinschaft willkommen heißen zu können“, sagte sie. „Mit uns freuen sich alle, die zum Gottesdienst gekommen sind. Damit alle sehen, wer ihr seid, werdet ihr jetzt aufgerufen; und wir bitten euch jeweils kurz aufzustehen.“ In die Gemeinschaft der Ministranten wurden aufgenommen: Katharina Bauer, Helena Ecker, Ludwig und Magdalena Ertl, Lena Facchini, Sebastian Glück, Antonia Hauser, Kathrin Hellerer, Sonja Kainz, Tobias Karl, Jakob Petschko, Niklas Schrömer, Anna Schweikl und Benjamin Weiß. Zusammen sprachen sie das Ministranten-Gebet. Als Zeichen für ihren Dienst bekamen sie das Ministrantenkreuz umgehängt. „Das Kreuz ist das Zeichen unseres Glaubens“, sagte Pfarrer Eckl, „das Zeichen unserer Erlösung und damit ein königliches Zeichen.“ Er riet ihnen das Kreuz sichtbar und mit Stolz zu tragen. Es zeige, dass sie Freunde Jesu, Diener des höchsten Herrn seid. „Euren Dienst als Ministranten tut ihr für ihn, stellvertretend für alle, die den Gottesdienst mitfeiern“, sagte er. „Tut das immer in Freude, in Treue und Liebe zu Jesus Christus.“

Bei seiner Predigt ging Pfarrer Jürgen Josef Eckl auf die Wünsche der Schüler ein, wenn eine Prüfung ansteht: praktisch wäre es natürlich die Fragen vorab zu kennen, um sich auf die wichtigen Themen im Lernprozess konzentrieren zu können. Im Evangelium des Christkönigssonntages sagt uns Jesus worauf es ankommt“, sagte er: Jesus gibt die Antworten vor. Im Evangelium nach Matthäus, zum Beispiel: „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben.“ Das Evangelium zeigt, worauf es ankommt im Leben: „Auf die Bilanz der Liebe.“ In der heutigen Zeit sind es nicht unbedingt Hungernde, die ihre Hand nach einem Stück Brot ausstrecken, sondern die, deren Seele es nach Liebe und Zuwendung hungert. Obdachlos sind nicht nur die, die kein Dach über dem Kopf haben, auch die Seele braucht ein Dach der Menschlichkeit und des „Für einander da-Seins“. „Sträflingen begegnen wir natürlich auch nicht“, sagte er, „aber es gibt viele Menschen, die von sich selbst gefangen sind, die im Gefängnis ihrer Gefühle sitzen und nicht aus ihrer Haut heraus können.“ Auch sie sehnen sich nach jemanden, der sie befreit aus ihrem Gefängnis, durch einen Besuch oder ein gutes Wort an sie gerichtet. Danach wird uns Jesus Christus, der König der Welten, einmal fragen. Nicht nach dem, was wir im Leben alles gekauft haben, welche Handy wird hatten oder welche Weltreisen wir unternommen haben.

Die 14 Ministranten haben sich für Jesus als ihren König entschieden. Sie wollen dem höchsten aller Herren dienen, sagte Pfarrer Eckl. Dabei trafen sie die Entscheidung, ihr Leben neu auszurichten: sonntags früh aufzustehen statt auszuschlafen, vielleicht mal aufs Fußballtraining zu verzichten, um zum Ministrieren zu kommen. „Das sind Zeichen der Liebe zu Christus und seiner Kirche“, sagte er. Sein Dank galt den neuen Ministranten für ihre Bereitschaft diesen Dienst am höchsten aller Herren auszuüben und auch den Eltern, die sie in ihrer Entscheidung unterstützen und ministrieren lassen.

Auch Werner Petschko, Gesamtpfarreiengemeinderatssprecher, begrüßte die neuen Ministranten und betonte, dass in der Pfarrgemeinde die Freude groß ist. Er betonte den Mut der Jugendlichen sich dafür entschieden zu haben vorne am Altar zu stehen und dem Pfarrer zu helfen. Als kleine Aufmerksamkeit bekamen die neuen Ministranten als Erste den neuen Adventskalender der Pfarreiengemeinschaft geschenkt.

(Text: S. Melis; Bilder: D. Weinzierl, S. Melis)

 

 

 

 

 

 

 

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