/ Juli 10, 2019

 

„Ein kleiner Festtag“ war der Sonntag für die Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach, wie Pfarrer Jürgen Josef Eckl betonte: acht Ministranten wurden in ihr neues Amt eingeführt, vier Ministranten zu Gruppenleitern ernannt. „Ministrant zu sein ist mehr als nur irgendeine Freizeitbeschäftigung“, sagte er. „Es ist ein ehrenvoller Dienst.“ Die Ministranten seien für ihn ein Geschenk: „Ihr zeigt mir, dass die Saat der Verkündigung und des Glaubens auf fruchtbaren Boden fällt.“

In seiner Predigt bezog er sich auf den lateinischen Sendung zum Abschluss der Heiligen Messe: „Ite, missa est“, der nochmal eine tiefere Bedeutung hat. Wörtlich übersetzt heißt es: „Gehet, ihr seid gesandt.“ Die Gläubigen wurde damit ein Auftrag gegeben: Das, was sie erfahren haben, was sie gehört haben im Evangelium, über Jesus, was sie empfangen haben im Zeichen von Brot und Wein, mit zu nehmen und hinaus zu tragen. „Unser Christsein endet nicht dort hinten an der Kirchentür, sondern dort beginnt es.“ Den Schatz des Glaubens hinaus zu tragen sei die Mission. „Diesen Schatz des Glaubens tragen wir in zerbrechlichen, irdenen Gefäßen“, fuhr er fort. „Darum wird die Kirche dieser Welt auch niemals eine perfekte Kirche sein. Es gibt immer Dinge, an denen man sich reibt, und mit denen man nicht einverstanden ist. Es wird immer das Versagen von Menschen in unserer Kirche geben.“ Das dürfe aber nicht daran hindern der ureigensten Berufung nachzukommen. Papst Franziskus hat sich mit einem persönlichen Brief an die deutschen Katholiken gewandt, an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“. Dort heißt es: „Heute indes stelle ich gemeinsam mit euch schmerzlich die zunehmende Erosion und den Verfall des Glaubens fest mit all dem, was dies nicht nur auf geistlicher, sondern auch auf sozialer und kultureller Ebene einschließt.“, doch er mache auch Mut: unter der Führung des Heiligen Geistes sollen sie die Mission leben. „Ich denke dabei auch an die junge Generation“, sagte Pfarrer Eckl. „Auch die haben ein Recht darauf, dass ihnen verkündet wird, dass sie von Schatz des Glaubens erfahren.“

Vier Ministranten wurden zu Gruppenleitern ernannt, sie sind unter anderem an der Organisation der Gruppenstunden beteiligt: Wolfgang Jester, Annalena Kiermeier, Franziska Hofmann und Carina Laimer. Saßen die „neuen“ Ministranten am Anfang noch in den Kirchenbänken, war es jetzt an der Zeit: sie traten an dem Mittelgang heran, sichtlich aufgeregt und erfreut. Pfarrer Jürgen Josef Eckl überreichte jedem von ihnen das blaue Ministrantenkreuz als sichtbares Zeichen für ihren Dienst. „Das Kreuz ist das Zeichen des Glaubens aber auch Gottes Liebe zu den Menschen.“ . Im Anschluss überreichten die neuen Ministranten die für den Altar bestimmten Gaben an Pfarrer Jürgen Josef Eckl. Als neue Ministranten wurden in die Mitte der Pfarreiengemeinschaft aufgenommen: Raphael Fischer, Laura Schöfbeck, Jonas Huber, Jonas Heilmer, Magdalena Singer, Maria Gradinger, Linus Meindl und Ida Wendl.

(Text und Bilder: S. Melis)