Optimistischer Blick in die Zukunft: Jahresversammlung des KDFB Ganacker

Am Freitag hat nach der Maiandacht, die musikalisch umrahmt war von den „Leachaln“ mit Willi Gabler an der Orgel, die Jahreshauptversammlung des KDFB Ganacker im Pfarrheim stattgefunden. „Wir haben viele Vereine in der Gemeinde, natürlich auch christliche Vereine“, sagte Bürgermeister Martin Hiergeist. „Beim Frauenbund werden die christlichen Werte nicht nur andiskutiert, sie werden gelebt.“

„Corona hatte uns alle fest im Griff“, sagte Pfarrer Jürgen, „schauen wir wie es im Herbst weitergeht, so optimistisch bin ich da nicht.“ Es gelte aber jetzt die Zeit zu nutzen, auch zu Treffen in gewohntem Rahmen. „Ich glaube dass es für alle Vereine – ob kirchlich oder weltlich – es eine große Herausforderung ist, das Vereinsleben neu zu beleben und wieder Leben reinzubekommen“, betonte er. Dass man, wenn man Veranstaltungen durchführt, auch wieder die Menschen bewegt zu kommen. Es gebe zwei Richtungen: die, denen während dem Lockdown nichts gefehlt habe und die, die es gar nicht mehr erwarten können endlich wieder Veranstaltungen zu besuchen. „ich wünsche dem Frauenbund letzteres; dass wir wieder ein volles Haus haben und die Veranstaltungen gut besucht werden.“

„Corona hat unser Vereinsjahr geprägt“, sagte die Vorsitzende Christine Schruf, „es wurde viel geplant und organisiert – und dann doch wieder abgesagt.“ Das zeigte sich auch im Tätigkeitsbericht von Helga Frei: keine Weihnachtsfeier, kein Adventsverkauf, trotzdem spendete die KDFB Ganacker 2020 1.000 Euro an den Kinderschutzbund. Und auch 2021: Osterverkauf ja, aber im Freien mit Abstand und Maske. Der Adventsverkauf musste wegen den rigiden Regelungen, die just auf den Tag des Adventsverkaufs gefallen wären, um zwei Tage vorgezogen werden. „Das war eine riesige Herausforderung“, betonte Schruf, „wir haben alle geschwitzt aber mit vereinten Kräften hat es dann doch geklappt.“ 2021 gab es einige Ehrungen, die coronabedingt nicht im gewohnten großen Rahmen durchgeführt werden konnten: für 10 Jahre treue dem KDFB Sabine Seide; für 30 Jahre Andrea Laubmeier und Anni Hackl sowie Renate Kössl; für 40 Jahre Rosemarie Atzinger, Laura Mühlberger und Christa Schachtl; und für unglaubliche 50 Jahre im KDFB Therese Pfleger.

Einige Damen haben wegen der Beitragserhöhung seitens des KDFB ihre Mitgliedschaft gekündigt, sagte Schruf bedauernd, „trotzdem freut es mich sie weiterhin begrüßen zu dürfen bei unseren Veranstaltungen.“

Kassier Angelika Steininger informierte über die finanzielle Lage. Alexandra Hiergeist und Brigitte Karl bestätigten die einwandfreie Führung der Kasse. Auch 2022 spendete die KDFB fleißig für den guten Zweck: Sachspenden im Wert von 1.000 Euro für die Ukraninehilfe (wir berichteten). Dazu gab Schruf die Gedanken von Melanie Fröbus, geistliche Beirätin des KDFB im Bezirk Dingolfing wieder. Beim Jahresausblick zeigte sich, dass der katholische Frauenbund Ganacker die Zeit bis zum Herbst nutzen wird: Am Donnerstag soll ein Makramee-Kurs stattfinden, am 3. Juni beteiligt sich der KDFB am Volksfestauszug. Am Montag, 20. Juni, ist eine geführte Exkursion durch den permakultur Waldgarten in Mienbach geplant. Am Samstag, 2. Juli, feiert der Landesverband des KDFB in der Münchner Innenstadt den 150. Geburtstag der Frauenbundgründerin Ellen Ammann. Sie war von 1870 bis 1932 eine engagierte Katholikin und Politikerin, führte die Vorsitzende aus, die 1904 den Münchner Zweigverein der KDFB initiierte und sich 1911 für den Zusammenschluss der bayerischen und pfälzischen Zweigvereine zum Landesverband einsetzte. „Ihr ist es maßgeblich zu verdanken, dass der KDFB der größte Frauenverband in Bayern ist“, sagte sie, „wir sind von ihr inspiriert, wenn wir als Frauenbund handeln, uns zusammentun und netzwerken, wenn wir uns gemeinsam für Schwächere einsetzen und untereinander solidarisch sind.“ Das heiße auch manchmal Grenzen zu überschreiben, meist die eigenen, betonte Schruf. Und es heiße auch, nicht in der Vergangenheit stehen zu bleiben, sondern die Zeichen der Zeit zu sehen und zu tun, was heute zu tun ist.

(Text und Foto: S. Melis)
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