/ August 19, 2019

 

Am Donnerstag ist das höchste Marienfest im Jahresreigen gefeiert worden: Maria Himmelfahrt. Der hohen Feier gingen die Werke vieler fleißiger Frauenhände voraus: hunderte Kräuterbüschel wurden in der Pfarreiengemeinschaft von den Frauen gebunden. Die herrlich duftenden Kräuter seien ein Sinnbild, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl beim Gottesdienst in der Pfarrkirche Pilsting. Die blühenden Kräuter stehen für das, was Gott mit den Menschen vor hat, und sie sind ein Zeichen der Hoffnung.

Im kirchlichen Kalender wird der Tag, landläufig als „Maria Himmelfahrt“ bekannt, als Mariä Aufnahme in den Himmel gefeiert. „Das ist ein bedeutender Unterschied“, erklärte Pfarrer Jürgen Josef Eckl. „Maria gelangt nicht aus eigener Kraft an das Ziel des Lebens, sondern weil Jesus Christus sie zu sich aufnimmt“, sagte er. „Es ist aber Marias Anteil, dass sie sich Gott ganz geöffnet, sich ihm vorbehaltlos anvertraut hat.“ Maria sei ein Vorbild und auch eine Schwester im Glauben, betonte er. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feierte am Donnerstag auch ihr Patrozinium. Maria habe die Pfarrgemeinde damit unter ihren ganz besonderen Schutz gestellt, erklärte er. Einst war die Pfarrkirche sogar eine Wallfahrtskirche: „Immer wieder und zu allen Zeiten suchen Menschen die Nähe der Gottesmutter“, sagte er. In ihr verbinde sich Himmel und Erde, das Mensch-sein mit dem Göttlichen, mit dem Einen. „Maria ist erst einmal eine einfache junge Frau aus dem Volk“, sagte er. Sie führte kein sorgloses Leben und so kennt sie die kleinen und großen Sorgen – und versteht sie. In ihr haben die Menschen eine Mutter, eine mütterliche Zuflucht und eine Fürsprecherin vor Gottes Thron.

(Text/Bilder: Melis)