/ Dezember 31, 2018

 

Zur Adventsfeier hatte die Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach die Senioren am Samstagnachmittag in den Pfarrsaal geladen. Den besinnlichen Teil schmückten Marianne Unterbauer (r.) und Sigrid Weinzierl (l.) mit Geschichten, die musikalische Umrahmung der Feier gestalteten „Steirisch Guad“ (r.) frei nach ihrem Namen. Gemeinsam wurden Lieder gesungen und auch der Nikolaus schaute vorbei und verteilte Geschenktaschen an die Senioren.

Werner Petschko, Sprecher des Gesamtpfarrgemeinderates, ging auf die Neuerungen in der Pfarrei ein: der Pfarrbrief erstrahlt im neuen Layout, auch lässt sich die Pfarreiengemeinschaft online finden oder über eine App stets im Blick behalten. Besonders nahm er Bezug auf Jakobus 2,14: „Was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?“, zitierte er und gab dazu zwei Beispiele, die ihn persönlich berührt hatten: „Was Weihnachten bewirken kann, wenn man sein Herz für jemand anderen öffnet.“ Pfarrer Jürgen Josef Eckl nannte die Feier mit den Senioren der Pfarreiengemeinschaft eine Einstimmung des nahenden Weihnachtsfestes. Besonders hob er die Tradition der Krippen hervor – entstanden aus einem volkstümlichen Glauben heraus. „Vieles findet man nicht in der Bibel“, sagte er. Ochs‘ und Esel kommen in keiner Bibelstelle vor, doch sind sie fest in den Krippen verankert. „So gibt es viele Szenen, die man nicht in der Bibel findet, aber die die Leute damals einfach zwischen den Zeilen gelesen haben“, sagte er. „Das gehört zu unserem Volksglauben mit dazu – und auch Krippen gehören dazu.“ Viele Vorgängergenerationen haben versucht in den Krippen und Krippendarstellungen den Glauben lebendig werden zu lassen. Er lud dazu ein, eine solche Krippe zu besuchen – beispielsweise die historische Krippe in der Pfarrkirche – wobei es für Erwachsene und Kinder gleichermaßen viel zu entdecken gibt. Bürgermeister Josef Hopfensperger betonte unter anderem die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Marktgemeinde und Pfarreiengemeinschaft. „Die Zusammenarbeit kommt von Herzen“, betonte er. Er sprach die Weihnachtszeit „früher“ an, in einer Zeit, in der es nicht viele Geschenke gab und erinnerte auch an Menschen, die in ärmeren Verhältnissen leben. Über allem steht das Familiäre, so Hopfensperger. „Ich glaube das familiäre ist das, was bleibt.“ Mit der schönen Dekoration und den Kerzen kehrt auch Wärme in die Häuser ein. „Leider steht die Geburt des Herrn nicht mehr bei allen Menschen zur Weihnachtszeit im Vordergrund“, setzte er hinzu. Auch stehe eine Zeit an, Rückschau zu halten auf das vergangene Jahr und Dank zu sagen. Der nächste Seniorennachmittag findet am 9. Januar um 14 Uhr mit den Gredbeng-Gsangl statt.

(Text und Foto: Melis)